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So wählst du einen Neoprenanzug aus und weißt, wann du ihn tragen solltest

So wählst du einen Neoprenanzug aus und weißt, wann du ihn tragen solltest

9. November 20235 Min. LesezeitMax Hayward

Auch wenn niemand auf diesem Planeten das Anziehen eines Neoprenanzugs genießt, ist er bei kühleren Wasserbedingungen, bei denen Unterkühlungsgefahr besteht, ein Muss. Selbst in wärmeren Klimazonen können die Morgen kühl sein, oder du paddelst vielleicht in Gewässern mit kalten Strömungen. Als Faustregel gilt: Wenn die Wassertemperatur unter 21°C (70°F) liegt, solltest du das Tragen eines Neoprenanzugs in Betracht ziehen.

Wassersportarten sind unterschiedlich – entsprechend sollte auch deine Wahl des Neoprenanzugs ausfallen.

Tauchen: Tauchanzüge sind für größere Tiefen und längere Aufenthalte im Wasser konzipiert. Achte auf Merkmale wie dickeres Neopren für Wärmeschutz, verstärkte Knie für mehr Strapazierfähigkeit und eine gute Auftriebskontrolle. Versiegelte Nähte sind unerlässlich, um den Wasseraustausch zu verhindern und die Körpertemperatur in unterschiedlichen Tiefen zu halten. The thicker the wetsuit, the greater the buoyancy at the surface so if you take 1-2kg with a 2mm shorty in Sharm El Sheik, you may want 3-5kg with you for a 5mm full wetsuit in Cornwall.

Freitauchen: Beim Freitauchen stehen Flexibilität und eine körpernahe, stromlinienförmige Passform im Vordergrund, damit du dich frei bewegen kannst und der Wasserwiderstand reduziert wird. Sie bestehen häufig aus glattem Neopren mit einer offenporigen Innenseite, die besser auf der Haut haftet und den Wasserfluss im Anzug minimiert. Leistungsorientierte Freitauchanzüge verzichten oft zugunsten von Geschwindigkeit auf Strapazierfähigkeit und Wärmeisolierung.

Schwimmen im Freiwasser: Diese Neoprenanzüge sind leichter und legen besonderen Wert auf Flexibilität, vor allem im Schulterbereich, damit du dich uneingeschränkt bewegen kannst. Außerdem haben sie eine glatte Außenfläche, um effizienter durchs Wasser zu gleiten, und bieten Auftrieb, der deine Schwimmhaltung und Effizienz verbessern kann.

Paddleboarding: Beim Stand-up-Paddling brauchst du einen Neoprenanzug, der Wärme und Flexibilität ausgewogen miteinander verbindet, da du nicht ständig vollständig untergetaucht bist. Je nach Klima kann ein dünnerer Anzug oder ein Neoprenshirt zusammen mit Boardshorts ausreichen.

Coasteering: Neoprenanzüge fürs Coasteering sollten robust sein und über verstärkte Einsätze verfügen, die vor Abrieb an Felsen schützen. Auch beim Klettern und Schwimmen ist Flexibilität entscheidend. Sie sollten guten Wärmeschutz bieten, da du häufig ins Wasser gehst und wieder herauskommst.

Surfen: Surfanzüge müssen eine optimale Kombination aus Wärme, Flexibilität und Strapazierfähigkeit bieten, um den dynamischen Anforderungen des Surfens gerecht zu werden.

Cold water wetsuit for surfing with hood

Mieten oder kaufen? Das ist die Frage.

Wann mieten:

  • Wenn du eine Sportart ausprobieren möchtest und nicht sicher bist, ob du sie weitermachen wirst.
  • Wenn du unterwegs bist und deine eigene Ausrüstung nicht mitnehmen kannst.
  • Um verschiedene Neoprenanzugmodelle und Marken vor dem Kauf auszuprobieren.
  • Wenn du Sportarten unter wechselnden Bedingungen ausübst, für die du viele verschiedene Neoprenanzugtypen benötigen würdest.

Wann kaufen:

  • Wenn du regelmäßig Wassersport betreibst.
  • Wenn du besondere Anforderungen an Passform oder Ausstattung hast, die Mietanzüge nicht erfüllen können.
  • Um durch die Nutzung deines eigenen Anzugs Hygiene und Komfort sicherzustellen.
  • Auf lange Sicht ist der Besitz kostengünstiger als das Mieten.
Open water swimming wetsuit

Kaufkriterien:

  • Passform: Sie ist der wichtigste Aspekt eines Neoprenanzugs. Ein schlecht sitzender Anzug kann scheuern, die Bewegungsfreiheit einschränken oder unzureichenden Wärmeschutz bieten.
  • Material: Die Art des Neoprens und das Innenfutter beeinflussen Wärme und Flexibilität.
  • Dicke: Wähle die Dicke des Anzugs passend zur Wassertemperatur, in der du ihn hauptsächlich verwenden wirst.
  • Nähte: Versiegelte und getapte Nähte bieten den besten Schutz vor eindringendem Wasser, können aber die Flexibilität verringern.
  • Reißverschlüsse: Anzüge mit Rückenreißverschluss lassen sich leichter anziehen, während Modelle mit Frontreißverschluss mehr Flexibilität und eine engere Passform bieten.
  • Preis: Lege ein Budget fest, aber erwäge, für mehr Strapazierfähigkeit und bessere Leistung in Qualität zu investieren.
  • Garantie: Eine gute Garantie kann sich bei Mängeln oder vorzeitigem Verschleiß als äußerst hilfreich erweisen.

Ob du mietest oder kaufst: Der richtige Neoprenanzug kann dein Wassersporterlebnis deutlich verbessern und es sicherer und angenehmer machen. Berücksichtige bei der Entscheidung zwischen Mieten und Kaufen die besonderen Anforderungen deiner gewählten Aktivität sowie Kosten und Nutzungshäufigkeit.

Arten von Neoprenanzügen:

  • Ganzanzüge: Sie bedecken den gesamten Körper mit Ausnahme von Kopf, Händen und Füßen. Ideal für kältere Gewässer (unter 60°F oder 15°C).
  • Shorties: Mit kürzeren Ärmeln und Beinen eignen sie sich für mildere Bedingungen (60°F-70°F oder 15°C-21°C).
  • Neoprenshirts: Für Tage, an denen die Luft warm, das Wasser aber kühl ist, kann ein Neoprenshirt mit Boardshorts oder einem Badeanzug kombiniert werden.

Die richtige Dicke wählen:

Die Dicke eines Neoprenanzugs ist entscheidend dafür, wie warm er dich hält. Die Dicke wird in Millimetern angegeben und häufig in Kombinationen wie 5/4/3 verwendet: Das bedeutet 5mm im Rumpfbereich, 4mm an den Gliedmaßen und 3mm an den Gelenken für mehr Flexibilität.

  • 2mm: Für warmes Wasser (68°F-72°F oder 20°C-22°C). Bietet Flexibilität und leichte Wärmeisolierung.
  • 3/2mm: Für mildes Wasser (58°F-68°F oder 14°C-20°C). Eine vielseitige Wahl, die Wärme und Flexibilität ausgewogen verbindet.
  • 4/3mm: Für kühleres Wasser (52°F-58°F oder 11°C-14°C). Ideal für kältere Jahreszeiten oder frischere Gewässer.
  • 5/4/3mm und mehr: Für kaltes Wasser (unter 52°F oder 11°C). Diese Anzüge sind für sehr kalte Bedingungen gedacht und verfügen über Merkmale wie versiegelte Nähte und ein wärmendes Innenfutter.

Passform und Ausstattung:

  • Passform: Ein Neoprenanzug sollte eng anliegen, ohne die Bewegungsfreiheit einzuschränken. Ist er zu eng, wird er unbequem; ist er zu weit, kann Wasser hindurchspülen und die Wärmeisolierung zunichtemachen.
  • Nähte: Hochwertigere Neoprenanzüge haben versiegelte und getapte Nähte für besseren Wasserschutz und höhere Strapazierfähigkeit.
  • Reißverschlüsse: Rückenreißverschlüsse sind traditionell und erleichtern das Anziehen. Brustreißverschlüsse dichten besser ab und bieten mehr Flexibilität, können aber schwieriger zu handhaben sein.
  • Material: Achte auf hochelastisches Neopren, das bei Paddelbewegungen mehr Flexibilität bietet.

Marken und Pflege:

Beliebte Marken wie O’Neill, Rip Curl und Patagonia bieten eine Reihe von Neoprenanzügen für unterschiedliche Bedingungen. Berücksichtige bei der Markenwahl Strapazierfähigkeit, Garantie und Nachhaltigkeit!

Pflege deinen Neoprenanzug, indem du ihn nach jedem Gebrauch mit Süßwasser abspülst und zum Trocknen vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt aufhängst. Die richtige Pflege verlängert die Lebensdauer deines Neoprenanzugs deutlich.

Viel Spaß beim Schwimmen / Tauchen / Paddeln.